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AUSSTATTUNG

Den liturgischen Überlegungen seiner Erbauungszeit entsprechend, ist der Innenraum nur zurückhaltend mit Bildwerken ausgestattet um eine Konzentration auf das liturgische Geschehen zu erreichen. Altar, Taufstein und der Sockel des Tabernakels sind aus dem gleichen grau geäderten Stein geschlagen. In ihrer Schlichtheit und Blockhaftigkeit dominieren sie den ansonsten holzbetonten Raum bewusst als liturgische Orte der Sakramente von Taufe und Eucharistie. In der Grundkonzeption bildeten sie die einzigen Ausstattungsstücke der Kirche.

 

Die später hinzugekommenen Bildwerke sind von hoher Qualität und beleben den Raum, ohne die Grundaussage der Architektur zu stören. Sie ordnen sich in ihrer Farbigkeit und Positionierung dem Bau unter, setzen aber auch eigene Akzente.

Altarkreuz

                      

Das durch dezente Stahlseile gehaltene, frei im Raum hängende Altarkreuz trägt einen spätbarocken, lebensgroßen Kruzifixus. Als Torso (ohne Kopf und Arme) nach der Bombardierung Kitzingens geborgen, wurde der Christus von Bildhauer Ludwig Manz einfühlsam ergänzt und durch Hermann Wiedl neu gefasst. Als zentraler Bezugspunkt zieht er den Blick auf sich ohne den Raum zu dominieren. Der Gekreuzigte hat in der Darstellung bereits ausgelitten und neigt mit geschlossenen Augen das Haupt. Der Gesichtsausdruck und die schlanke Gestalt strahlen Hoheit aus, verbergen aber auch das Leiden des Todes nicht.

 

Gotische Mondsichelmadonna

                            

Auf der linken Seite der Altarinsel erhebt sich auf einem zylindrischen Steinsockel eine gotische Marienstatue. In aufrechter Haltung trägt die etwa lebensgroße Muttergottes (1,56m) ihren Sohn auf dem linken Arm und wendet ihren Blick einem von rechts kommenden Betrachter zu. Die mehrfach verzweigte Blattkrone auf ihrem Haupt weist sie als Himmelskönigin aus, erinnert aber auch an die lebenspendende Kraft des Kreuzes, das in der floralen Form erkennbar bleibt.

 

Die Mondsichel zu ihren Füßen und der sie hinterfangende Strahlenkranz finden ihre literarische Vorlage in der Apokalypse. Johannes spricht dort von „einer Frau mit der Sonne bekleidet, den Mond zu Ihren Füßen“ (Apk 2,1). Seit Anbeginn hat die Kirche darin Maria beschrieben gesehen. Der Mond, Symbol für die Gewalten des Dunklen, trägt bei unserer Figur sogar ein Menschengesicht. Seine Platzierung und der durch den Gewandsaum der Gottesmutter verdeckte Mund sind Zeichen für den Sieg Christi über das Böse, den Maria mit ihrem Jawort zur Menschwerdung Gottes mitermöglicht hat.

 

Die Statue gehört kunstgeschichtlich zur Gruppe der Gewandmadonnen. Der reiche Faltenwurf des über die Arme drapierten und auf Taillenhöhe zusammengehaltenen Mantels weist die Figur in den Umkreis des großen niederbayerischen Bildschnitzers Hans Leinberger (1480-1530).

Maria trägt ein karmesinrotes, bodenlanges Kleid mit Brokatmuster und einen stumpf-blauen, mit Goldsaum versehenen Mantel.

In der Symbolik des Mittelalters steht Rot für die Liebe – hier insbesondere die Liebe Gottes und seine gnadenvolle Zuwendung zu den Menschen. Maria, die – es sei an den Gruß des Engels erinnert – „voll der Gnade“ ist, hüllt sich folgerichtig von Kopf bis Fuß in ein rotes Kleid.

Blau versinnbildlicht hingegen die Treue aber auch die Schöpfung (Wasser, Himmel) und den menschlichen Willen. Marias blaues Obergewand antwortet somit auf die unverdiente Liebe Gottes und erinnert an ihr freies und in Beständigkeit gelebtes Ja zu Gottes Plan.

 

Mit der rechten Hand deutet die Madonna auf ihren Schoß, in dem Gottes Wort Mensch geworden ist. Wie vorbehaltlos dies geschah mag die Nacktheit des Kindes zeigen – arm und wehrlos tritt Gott in unsere Welt. Auch die bare Fußsohle Jesu, auf die der Zeigefinger der linken Hand Mariens weist, ist Zeichen für das Eintreten Gottes in und für die Welt.

 

Dass Jesus aber nicht nur Kind Marias, sondern auch Gottessohn ist, soll im Reichsapfel, dem Symbol kaiserlicher Macht, den Christus in seiner Rechten hält, gezeigt werden.

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Pfarrei Maria am Hauch; Herriedener Str. 55; 90449 Nbg.  | maria-am-hauch.nbg@bistum-eichstaett.de